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Die SVP: eine rechtsextreme Partei mit reaktionären Zügen?

  • baumgartneremily
  • 26. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Einleitung

Seit ihrer Gründung im Jahr 1971 nimmt die Schweizerische Volkspartei (SVP) einen zentralen Platz im politischen Leben der Schweiz ein. Die aus der ehemaligen Bauern-, Handwerker- und Unabhängigenpartei (BHU) hervorgegangene Partei zeichnete sich schnell durch ihre Opposition gegen die Sozialisten und ihre Ablehnung von als zu progressiv empfundenen Ideen aus. Aber was sagen ihr Programm und ihre Handlungen wirklich aus?

Für einige Beobachter und Aktivisten ist die SVP nicht nur eine einfache rechtskonservative oder populistische Partei: Ihre Positionen und Kampagnen weisen Merkmale auf, die die Partei mit rechtsextremen Ideologien und in einigen Aspekten mit historischen faschistischen Bewegungen in Verbindung bringen. Zwischen übersteigerten Nationalismus, antiprogressiver Ideologie, Propaganda und Stigmatisierung bestimmter Minderheiten verbreitet die Partei eine politische Erzählung, die einer eingehenden Analyse bedarf.


Eine Partei, die als Reaktion auf die Sozialisten entstand

Die SVP entstand aus dem Wunsch junger militanter Bauern und Bürger heraus, dem Vormarsch der Sozialisten und der fehlenden entschiedenen Opposition der Freisinnigen Partei entgegenzuwirken. Nach Ansicht der Partei «spielten der Vormarsch der Sozialisten und die Überzeugung einiger junger Bauernaktivisten, dass die Freisinnige Partei den sozialistischen, antimilitaristischen und internationalistischen Tendenzen nicht energisch genug entgegenwirkte, eine nicht unerhebliche Rolle bei der Gründung einer neuen Partei der Bauern und Bürger. »

Diese Entstehungsgeschichte zeigt von Anfang an den Willen, sich gegen progressive und sozialistische Ideen zu wehren und eine konservative Vision der Schweiz zu fördern.


Politische Positionierung: konservative Rechte oder extreme Rechte?

In den Schweizer Medien und Institutionen wird die SVP oft als rechtskonservativ, populistisch oder nationalistisch bezeichnet. Mehrere Forscher*innen und Aktivist*innen ordnen die Partei jedoch aufgrund folgender Punkte der extremen Rechten zu:

· ihr übersteigerter Nationalismus,

· ihre Anti-Einwanderungskampagnen,

· ihre identitäre Rhetorik und ihre stigmatisierenden Initiativen.

Für viele Beobachter*innen zeigt sich diese rechtsextreme Position weniger in einer gewalttätigen Organisation als vielmehr in Kommunikationsstrategien, gezielten Kampagnen und der Förderung einer nationalistischen und exklusiven Erzählung.


Eine Artikelserie zur Analyse der SVP

Dieser erste Artikel legt den Rahmen fest und eröffnet die Diskussion über die Positionierung der Partei. Die gesamte Reihe befasst sich anschließend mit folgenden Themen:

1. Die antiprogressive und nationalistische Ideologie der SVP.

2. Autoritarismus, Personenkult und Militarismus.

3. Propaganda und Stigmatisierung von Minderheiten.

4. Die Opposition gegen „woke”-Bewegungen und sozialen Wandel.

5. Eine zusammenfassende Schlussfolgerung über die Partei und ihre reaktionären Züge.

Ziel ist es, zu verstehen, wie die SVP ihren Einfluss aufbaut und ihre Basis mit identitären und konservativen Diskursen mobilisiert, während sie gleichzeitig im institutionellen Rahmen der Schweiz bleibt.

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